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G-iG Der keltische Jahrkreis – Mittwinter ABGESAGT!!
18.Dezember, 2025 @ 18:00 - 21:00
EUR15,00
Der keltische Jahreskreis – Wintersonnwende
Wintersonnwende 2025
Definition
Als Wintersonnenwende bezeichnet man den kürzesten Tag und damit die längste Nacht im Jahr. Sie markiert den “tiefsten Punkt” im Jahreskreis. In der Dunkelheit dieser besonderen Nacht kommen wir zur Ruhe. Unsere Vorfahren nannten die Wintersonnenwende Modranecht, die Mutternacht. Aus der Dunkelheit wird ein neues Licht, eine Sonne geboren, die am nächsten Morgen im Osten, dem Schoße der Mutter Erde, emporsteigt. Es ist damit zum einen das große, heilige Fest des wiederkehrenden Lichtes, symbolisiert aber auch die Ehrung der Weiblichkeit, die alles Leben schenkt. Das Julfest war daher immer schon ein Fest der Hoffnung, des Lebens und des Neubeginns. Von nun an nimmt das Licht wieder stetig zu, mit jedem einzelnen Tag geht die Sonne ein wenig früher auf und ein wenig später unter. Der Kreislauf des Jahres beginnt von vorne. Das Licht triumphiert über die Dunkelheit.
Die Wintersonnenwende ist ein Feuerfest. Überall brennen Lichter, Feuer und Kerzen. Es wurden und werden teilweise bis heute traditionell brennende Räder ins Tal hinunter gestoßen und das Licht voller Freude begrüßt
Ritual zur Wintersonnwende
Teil 1
Welche alten Anliegen/Themen wollen abgegeben werden? → Schreibe sie auf einen Zettel
Fantasiereise zur Urgroßmutter Erde (siehe roter Text unten. Sprich dir den Text aufs Handy und spiele ihn ab, so kannst du dich ganz auf die Reise einlassen).
Gehe in die Natur und suche dir einen passenden Platz, der für dich stimmig ist und an dem du dich sicher fühlst. Dort gräbst du ein Loch in die Erde, legst deinen Zettel mit deinen Anliegen/Themen,welche du abgeben willst, hinein. Bedanke dich nochmal, dass sich diese Themen in deinem Leben gezeigt haben und das sie jetzt nicht mehr gebraucht werden und gehen dürfen. Dann verschließt du das Loch, lass noch eine kleine Gabe für Mutter Erde zurück (z.B. ein Lied, Gebet, etwas Mehl, Samen, Tabak, o.ä.). Die Erde transformiert diese Anliegen/Themen langsam.
Teil 2
Nun richte deinen Fokus auf das kommende Jahr. Welche vorhandenen Anliegen/Themen wollen im neuen Jahr vertieft werden?
Welche neuen Themen zeigen sich und wollen eingeladen werden → neue Samen in die Erde geben
Vorschlag: eine Collage mit Symbolbildern zu den jeweiligen Themen/Anliegen erstellen, damit sie sichtbar werden können. Alternativ: Samen (z.B. Sonnenblumenkerne oder andere Samen) mit den Themen/Anliegen besprechen, welche vertieft oder neu sind und in die Erde säen, damit sie wachsen und gedeihen können. Falls du die Alternative wählst, suche dafür einen passenden Ort in der Natur oder deinem Garten. Bedanke dich bei der Erde, dass sie deine Samen aufnimmt und behütet, bis sie keimen und wachsen können. Lass eine kleine Gabe des Danks für die Erde zurück (z.B. ein Lied, Gebet, etwas Mehl, Samen, Tabak, o.ä.).
Meditation
Reise zur Urgroßmutter Erde
Stellt Euch vor, ihr steigt eine Wendeltreppe hinab, die immer tiefer in die Erde führt. Stufe um Stufe führt der Weg Euch hinab. Ihr kommt in eine dunkle Höhle und tastet euch an den Wänden entlang, bis Ihr in den Raum der Erdmutter gelangt, in dem es warm und rot vom Feuerschein ist.
In der Mitte des Raumes seht Ihr eine uralte Frau, die in einem Kessel rührt, der auf dem Feuer steht.
Sie ist die Urgroßmutter der Zeit. Sie steht da und rührt den Brei oder die Suppe des Lebens. Ihr seht sie an und spürt ihre Güte und Weisheit, ihre Ewigkeit und Beständigkeit. Sie ist die Mutter und die Großmutter, und Ihr könnt erkennen, dass in ihr alles zugleich vorhanden ist. In dieser alten Frau
sind alle Menschen, alle Formen, Verschiedenheiten und Altersstufen.
Plötzliche versteht ihr, dass Frauen immer schon da waren und immer da
sein werden. Aus einer Frau wird ihr Ebenbild, wieder eine Frau, ähnlich und doch ganz anders. In ihr ist wiederum alles angelegt, alles vorhanden, das Kind, die junge Frau, die fruchtbare Frau, die Mutter, die Alte, die frei ist von Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit. Ihr verweilt bei der Erdmutter, solange es Euch gefällt. Begebt Euch dann wieder auf den Weg zurück in Euren Alltag, und nimmt die Gewissheit, die Ihr bei ihr erfahren habt, mit in Euren Alltag.
Wir wünschen Dir eine wunderbare Wintersonnwende,
Gabi und Heidrun